So gehen die Seckelmanns

Wir sind jetzt seit gut drei Wochen zurück in Deutschland und sortieren uns wieder in das ‚zivilisierte‘ Leben ein. Sind wir geschockt? Klar. Wir könnten uns z.B. nettere Begrüßungsformeln als „Du hast eine Hackfresse“ vorstellen, aber nicht jedem Deutschen ist die Gabe der Freundlichkeit gegeben. Wir freuen uns, dass sich der Wortschatz unserer Kinder damit sofort erweitert hat. Man muss schon sagen, dass das Wort  hakfrɛsə] durch seinen Klang prima unterstreicht, was es ausdrücken möchte. Das ist nicht bei allen Wörtern der Fall. Die meisten Menschen haben uns zum Glück deutlich freundlicher empfangen.

Wir sind gut versorgt mit Wohnung, Auto und Hilfe von vielen Seiten und genießen die zahlreichen Annehmlichkeiten. Wir staunen wieviel Verpackungsmüll z.B. allein durch Milchprodukte anfällt. In Mbesa konnten wir nur Rohmilch kaufen – in Mehrwegflaschen. Der abrupte Wechsel zwischen zwei so unterschiedlichen Welten fühlt sich ziemlich unwirklich an.

Wir halten den Kopf oben, obwohl man sich ja seit dem WM-Sieg der Nationalmannschaft gut überlegen muss, ob das überhaupt noch politisch korrekt ist. Wir hoffen, dass niemand an unserem aufrechten Gang Anstoß nimmt.

So gehen die Deutschen

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