Gartenschutz vs. Artenschutz

Unfreundlicherweise wurde mein Vater letztes Jahr während seines Besuchs bei uns von einer Kobra angegriffen. Die Schlange befand sich neben unserer Haustür und hatte ihm in die Augen gespuckt. Wir sind dankbar, dass er alles schadlos überstanden hat. Nicht erst seitdem ist Bespucken, insbesondere über Artgrenzen hinweg, unseres Erachtens ein unerwünschtes Verhalten.

Sandra’s Eltern waren die letzten drei Wochen zu Besuch. Sie bekamen, nachdem sie letztes Jahr leer ausgegangen waren, dieses Mal auch ein paar Schlangen zu sehen; zur ausgleichenden Gerechtigkeit u.a. ebenfalls eine Spei-Kobra. Cajus hatte die 1,2m lange Schlange in unserem Garten Gott sei Dank rechtzeitig entdeckt.

Nach gängiger Lehrmeinung sollte bei gefährlichen Tieren der erste Schlag sitzen. Dieses Wissen hat mich leider nicht davor bewahrt, beim ersten Mal vorbeizuschlagen. Da man sich nach ebenso gängiger Lehrmeinung aber von Misserfolg nicht abschrecken lassen sollte, unternahm ich einen zweiten Versuch, dessen Wirkung dann kompromisslos war. Die Ergreifung der Schlange gelang mehr tot als lebendig. Grundsätzlich sind wir Freunde von Artenvielfalt, aber Giftschlangen genießen in unserem Garten keinen Artenschutz.

dieses possierliche Tierchen hat in unserem Garten nichts verloren

dieses possierliche Tierchen hat in unserem Garten nichts verloren

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Aktuelles veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.