Brennen, rennen, weiterpennen.

Im Moment ist Trockenzeit. Je länger sie dauert, desto häufiger gibt es Buschbrände. Mittlerweile erkennen wir sofort dieses charakteristische Prasseln wenn trockenes Buschgras brennt. Oft werden die Brände auch absichtlich gelegt, um das Unterholz zu beseitigen. Das ist zwar verboten, aber das ändert nichts.  Wenn es jedes Jahr brennt, sammelt sich nicht viel Unterholz an. Dann brennt nur das strohtrockene Gras – zwar heftig, aber so kurz, dass die Bäume kein Feuer fangen.
Heute nacht stand, entgegen aller kultureller Gepflogenheiten, plötzlich unser oberster Chef aus Wiedenest in unserem Schlafzimmer (er ist mit seiner Frau gerade Gast in unserem Gästezimmer). Er gewann unsere verschlafene Aufmerksamkeit ziemlich schnell damit, dass er irgendetwas von Buschbrand an Grundstücksgrenze erzählte. Der Rauch in unserer Wohnung unterstrich eindrucksvoll seine Argumente zum sofortigen Handeln. Es brannte ein nicht unerheblicher Teil des uns umgebenden Geländes. Wir schlüpften schnell in unsere Gummischlappen und machten uns mit Wasserschlauch und Schaufel an die Löscharbeiten. Nach einer Weile tauchte der Nachtwächter der Station auf und drückte uns sein Beileid aus. Das fanden wir sehr nett, wenn auch nicht hilfreich im Sinne der Brandbekämpfung (weswegen er sich später doch entschloss mitzuhelfen). Insgesamt war die Situation nicht so brenzlig wie sie hätte werden können, wenn wir nicht rechtzeitig geweckt worden wären. Gott sei Dank! Wenigstens haben wir von dieser Seite des Grundstücks dieses Jahr keine Gefahr mehr zu erwarten – die Brandschneise ist jetzt breit genug.

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