An apple a day … is Wunschdenken.

Hier in Tansania zu sein, hat einige Vorteile. Z. B. können wir mit etwas Glück in Zukunft in unserem Garten Mangos, Guaven, Passionsfrüchte, Ananas, Bananen, Maulbeeren, Bananen, Kokosnüsse und Papayas ernten. Dafür müssen wir aber auf anderes Obst verzichten, was mitunter zu tragischen Situationen führt. Äpfel sind zu einem kostbaren Gut geworden. Wenn wir mal ein paar Äpfel aus Dar es Salaam mitgebracht bekommen, laufen die unglaublichsten Szenen ab. Unsere mittlere Tochter weigerte sich einmal ins Bett zu gehen und brach in Tränen aus:“ Ihr habt mir doch versprochen, dass ich heute noch einen Apfel essen darf!“ Und bei unserer jüngsten Tochter dienen Äpfel mittlerweile sogar als Druckmittel. „Du isst erst dein Nutellabrot auf, sonst bekommst Du deine Hälfte vom Apfel nicht“. Sicher werden einige jetzt sofort entsetzt einwenden, wie wir unserem Kind nur Nutella reinzwängen können, aber das würde hier zu weit führen.
Natürlich haben wir uns schon gefragt, ob die Apfelbegeisterung unserer Kinder das Ergebnis unserer wahnsinnig tollen Erziehung ist. Leider liegt es aber nur am entsetzlichen Apfel-Mangel, sonst hätten wir schon einen Erziehungsratgeber geschrieben und wären reiche Leute.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Aktuelles veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.